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Unsere geplanten
Verbesserungen der Kryonik
Die Firma "Michael Saxer - Biostasis und Kryonik in Europa" plant, die kryonische Konservierung in folgenden drei Punkten weiterzuentwickeln: 1. schonendere Perfusionsmethode Unter Perfusion versteht man das Ersetzen des Blutes durch Kälteschutzmittel als Vorbereitung auf die kryonische Langzeitlagerung bei minus 196 Grad Celsius. Die in den USA derzeit gängige Methode ist, den Brustkorb des Verstorbenen zu öffnen und einen künstlichen Kreislauf für den Umlauf der Kälteschutzlösung herzustellen, unter Verwendung der natürlichen Blutgefäße. Unsere Methode möchte den Körper schonen und über die Beinarterien den Blutaustausch vornehmen. Dabei bleibt der Brustkorb intakt und lediglich die Beinmuskulatur wird leicht beschädigt. 2. verbesserte Überwachung der Perfusion Nach der amerikanischen Methode werden in den Schädel des Patienten zwei Löcher gebohrt und beobachtet, ob sich das Gehirn bei der Durchströmung mit dem Kälteschutzmittel vom Schädel zurückzieht, was eine angestrebte Reaktion ist, oder ob es anschwillt und sich rot verfärbt, was auf Probleme bei der Perfusion hindeutet. Unsere Firma will ein Verfahren auf der Basis der Positronen-Emissions-Tomografie ("PET") entwickeln. Dieses heute in der Medizin und Forschung angewandte Verfahren macht Temperaturunterschiede im lebenden Gehirn sichtbar. Wir wollen dieses Verfahren für die Anwendung bei extremer Kälte weiterentwickeln und so die korrekte Abkühlung kontrollieren, ohne den Schädel zu verletzen. Gleichzeitig wollen wir für alle möglichen Zwischenfälle, die während der Perfusion auftreten können, Verfahrensanweisungen entwickeln, wie unser Medizinerteam sicher eingreifen kann, um die Reanimationchance des Patienten auch in ungünstigen Verläufen zu bewahren. 3. Vermeidung von Gefrierrissen Für die Vitrifikation ist es erforderlich, dass der Körper bis auf minus 125 Grad Celsius abgekühlt wird. Derzeit werden kryonische Patienten aber noch weiter bis auf minus 196 Grad Celsius abgekühlt, weil für die Langzeitlagerung der preiswerte und leicht handhabbare flüssige Stickstoff verwendet wird. Unsere Firma möchte sich an den internationalen Forschungen beteiligen, eine sichere Methode zu entwickeln, die Körper lediglich bis knapp unter 125 Grad abzukühlen, um die Gefahr der Gefrierrisse zu vermeiden. Abweichend vom amerikanischen Forschungsansatz, bei dem mit gasförmigem kalten Stickstoff experimentiert wird, schwebt uns ein Verfahren vor, bei welchem der flüssige Stickstoff ein anderes fluides Medium bis auf knapp unter 125 Grad Celsius abkühlt und dieses Medium dann erst zur eigentlichen konstanten Kühlung der Körper verwendet wird. |
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Stand: 21.04.2009